Weinbau Warth in Stuttgart–Untertürkheim

Ein sehr aufstrebenden junger Weinbaubetrieb dieser Region, trotz langer Familientradition, ist der 2008 von Klaus-Dieter Warth gegründete Weinbaubetrieb Warth.

Es liegt leicht außerhalb des Stuttgarter Stadtteils Untertürkheim auf dem Weg zum Teilort Rotenberg am Fuße des Berges, der Stammburg der Württemberger, die 1248 zum ersten Mal urkundlich erwähnt wurde. König Wilhelm I. ließ 1819 die Stammburg vollständig abtragen und erbaute ein prachtvolles Mausoleum, für seine früh verstorbene zweite Frau, der Zarentochter Katharina Pawlowna, die Grabkapelle auf dem Württemberg.

Untertürkheim am Neckar wurde 1121 erstmals als Durinkheim urkundlich erwähnt, es ist ein Stadtbezirk und Weingärtnerort mit reichlicher Vergangenheit, aber auch mit viel Zukunft, gerade im Weinanbau.

1845 verkehrte die erste württembergische Eisenbahn von Cannstatt nach Untertürkheim, u.a. siedelte sich 1903 Gottlieb Daimler mit seiner Automobilfabrik an und seit April 2006 ist hier wieder der Konzernsitz der Daimler AG.

Im Jahre 1657 pflanzte Batholomäus Warth in Untertürkheim seine ersten Weinreben auf dem Möchberg. Auf diesem Grundstein baute die Familie Warth in den folgenden 350 Jahren erfolgreich ihren Weinbau auf. Das Weingut bewirtschaftet heute rund 9 Hektar Rebfläche in bevorzugter Lage an den Hängen des Untertürkheimer Mönchbergs, in enger Nähe zu den königlichen Weinbergen. Die Böden dieser Lagen sind vom Gipskeuper Boden geprägt. Der Keuperböden ist ein schwerer Boden und gibt an den Wein eine gehaltvolle Note ab, welche den geschmacklichen Ausdruck des Weines mit Bezug zur Gegend und Weinberglage prägt.

Im Laufe der langen Tradition der Familie Warth werden auch Weinbauflächen in Rotenberg, Wangen, Gaisburg, Bad Cannstatt und Steinhaldenfeld erworben.

Weine werden angebaut, welche dem Weinbaubetrieb Warth ein reiches Angebot bevorzugter Stuttgarter Weinlagen bescheren. Die unterschiedlichen Böden und Kleinklimazonen erzeugen varientenreiche Weine, die Stuttgarts reiche Weinvielfalt repräsentieren. Die im Weinbau erzeugte Traubenqualität wird mit sanften Methoden so naturgetreu wie möglich in Weinflaschen gefüllt. Eine Leidenschaft für trockene Weine ist offenkundig.

Die Rebfläche ist  mit Weißweinsorten und Rotweinsorten bestockt. In erster Linie wird der Anbau traditioneller Sorten wie Riesling und Trollinger gepflegt. Der Lemberger und Spätburgunder hat seinen festen Platz im Sortiment. Neben den weiteren Sorten wie zum Beispiel Muskat-Trollinger und Grauburgunder legt Klaus-Dieter Warth in der nächsten Zeit besonderen Wert auf Pilztolerante Rebsorten, die seit langen Jahren von vielen Forschungsanstalten gezüchtet werden. Er möchte dadurch von den gefürchteten Pilzkrankheiten, vor allen vom ‚echten‘ und ‚falschen‘ Mehltau unabhängig werden und für die Zukunft gerüstet sein.

Ein kluges Unterfangen, denn die Sorten Regent, Muscaris, Johanniter, Cabernet Jura und Pinotin läuten eine weinbauliche Ära ein, die ganz im Sinne der umweltfreundlichen Bewirtschaftung liegt.

Zusammen mit weiteren naturnahen Maßnahmen, trennt den Weinbau Warth von der ökologischen Wirtschaftsweise sehr wenig, es wird an und für die Zukunft der nachfolgenden Familiengeneration gearbeitet.

Der Weinbau Warth muß jetzt und besonders in den nächsten Jahren beachtet werden.

Klaus Dieter Warth wird von seiner Frau Christa, seinen Kindern Moritz, Lina und Luis und von seinen Eltern Renate und Hermann Warth hilfreich unterstützt, eine Weinbaufamilie mit langer Tradition macht sich für die Zukunft fit.

Ein Kommentar

  1. KD Warth
    Erstellt am 13. Juni 2012 um 08:54 | Permanent-Link

    Hallo Herr Hartrumpf,
    vielen Dank, dass Sie so rührig sind, und auch meinen Regentpreis eingepflegt haben. Das freut mich sehr.
    Was redaktionelles noch (nix weltbewegendes):
    Muscaris wird mit „c“ geschrieben und der Cabernet Jura heißt nicht „Cabert“
    Ist mir eben halt aufgefallen. Ansonsten bin ich sehr begeistert.
    Viele Grüße vom Weingut, Klaus-Dieter Warth

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