Sardinien – Entdeckungs- und Bildungsreise – 3. Tag – Besichtigungen

Dies wird ein erlebnisreicher 3. Tag, mit vielen neuen, ungeahnten Eindrücken, ich freue mich sehr auf die Erlebnisse.

Den kleinen Park, unmittelbar in der Nähe des Hotels, schon früh zur Bewegung genutzt, die Enten und Tauben waren verdutzt.

Aufgefallen waren mir beim Frühstücksbüfett die vielen süßen Leckereien und Kuchen, auch das frische Obst war beeindruckend.

Für die schreibende Zunft war am Vormittag eine besondere Erkundungsreise geplant, die Spezialisten für Nahrungs- und Genußmittel trafen sich mit Unternehmen aus diesen Bereichen zu einer individuellen Präsentation sardischer Produkte.

Die Erkundungsreise führte zum Besuch von Tharros und deren archäologischen Ausgrabungen, einer der wichtigsten historischen Städte Sardiniens.

Gegründet wurde dieser Platz und seine Umgebung mit mehreren Dörfern im 13. Jahrhundert v. Chr. von den Nuraghen. Ausführliche Informationen der Nuraghen-Kultur erhalten Sie von Herrn Stieglitz unter: http://www.genussregion-stuttgart.de/wein/weingueter-nicht-von-hier/die-nuraghenkultur/

Tharros selber wurde dann im 8 Jhd. v. Chr. von den semitischen Phöniziern erbaut und entwickelte sich zu einer der bedeutendsten sardischen Hafen- und Handelsstadt. Später wurde Tharros von den Karthagern und Römer , die viele der phönizischen Bauwerke überbauten, besiedelt. Tharros wurde bis ins 11. Jhd. bewohnt, die Einwohner zogen sich wegen der ständigen Sarazenüberfälle in das Landesinnere zurück. Die verlassene Siedlung wurde von Sand und Meer bedeckt, noch heute liegen Teile der Ruinen unter Wasser.

In den 1850er Jahren wurden die Überreste Tharros entdeckt, der Reichtum der karthagischen Gräber löste in Europa ein Goldfieber aus, das Plünderungen zur Folge hatte. Vieles verschwand, in den Museen bedinden sich daher nur Teile der Funde. Diese beeindruckende Ausgrabungsstätte darf man sich nicht entgehen lassen.

Auf der Rückfahrt nach Oristano besuchten wir in Santa Christina einen sardischen Brunnentempel aus der Zeit der Nuraghenkultur, s.o.

Er befindet sich nahe der Cumbessias (Pilgerwohungen) der kleinen gleichnamigen Kirche, in einem nuraghischen Dorf, welches in einem lichten Olivenhain liegt. Von dem Dorf sind eine kleine Nuraghe, einige Hütten, ein Rundtempel, vor allem aber die Mauerreste unzähliger Bauten erhalten bzw. restauriert. Herausragend ist das von einer niedrigen Mauer umgebene Brunnenheiligtum. Der Brunnenraum ist schlüssellochartig aufgemauert, eine präzise gearbeitete Treppe führt in die Tiefe und den ebenso gut gearbeiteten Brunnenraum, der tholosartig ist. Der unterirdische Komplex von Santa Christina repräsentiert den architektonischen Höhepunkt der Naraghenkultur und des Wasserkultes. Er wird anhand von gefundener Bronze an das Ende des 2. Jahrtausend v. Chr. datiert. Die Punier nutzten die Anlage weiter.

Beeindruckend diese 4000 Jahre alte Kultur.

Dann Rückfahrt ins Hotel und Teilnahme, die Spezialisten für Nahrungs- und Genußmittel trafen sich mit Unternehmen aus diesen Bereichen zu einer individuellen Präsentation sardischer Produkte.

Weiter geht es mit den Gesprächen, welche ich geführt habe:  http://www.genussregion-stuttgart.de/wein/weingueter-nicht-von-hier/sardinien-entdeckungs-und-bildungsreise-gespraeche-am-3-tag/