Trollinger

In Deutschland gebräuchlicher Name der Rotweinrebsorte, die in Italien SCHIAVA, in Südtirol VERNATSCH und im Tafeltraubenhandel Black Hamburg heißt. Ihre ursprüngliche Heimat ist mit größter Wahrscheinlichkeit Tirol der Name Trollinger entstand als Verkürzung aus Tirolinger. Die Traube wird in Deutschland fast ausschließlich in Württemberg angebaut, wo sie schon seit dem 14. Jh. nachgewiesen ist.

Von den in der deutschen Weinbaustatistik verzeichneten 2300 ha Anbaufläche befinden sich nur 10 ha außerhalb des von kleinen Weinbergbesitzungen geprägten Anbaugebietes in Süddeutschland, wo der hellrote Wein dieser Traube eine populäre Spezialität ist.

Trollinger Wein gelangt selten über die Grenzen seiner engeren Heimat hinaus. Durch Mengenreduzierungen und verfeinertem Ausbau bekommt der Trollinger von einigen engagierten Winzern immer mehr Aufmerksamkeit und eine Spitzenstellung.

Die württembergischen Weingärtner gewinnen dem von ihnen angebauten großbeerigen Klon (Großvernatsch = Schiava Grossa)überaus hohe Erträge.

Die Popularität der Sorte bleibt in Württemberg, wo sie jede dritte Rebe stellt, weiterhin ungebrochen, in den anderen Weinanbaugebieten Deutschlands ist sie aber wegen ihrer extrem späten Reife – später als Riesling – nicht beliebt.

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