Silvaner

Der Silvaner gehört zu den ältesten noch heute kultivierten weißen Rebsorten und wird auch Grüner Silvaner oder Sylvaner genannt. Im ersten Jahrhundert nach Christus wird eine Sorte mit den gleichen Eigenschaften im Werk Naturalis historica – Naturgeschichte – von Gaius Plinius Secundus beschrieben. Der Silvaner gelangte im 17. Jhdt. wahrscheinlich aus dem Donauraum – möglicherweise Siebenbürgen – nach Deutschland. Er wurde am 10. April 1659 erstmals nachweislich in Deutschland in Castell (Franken) gepflanzt. 1665 pflanzte Alberich Degen, Abt von Kloster Ebrach, erstmals eine Silvaner-Rebe in der Weinberganlage ‚Würzburger Stein‘. Somit feierte Deutschland 2009 das Jubiläum 350 Jahre Silvanerrebe mit einigen Sonderveranstaltungen.      Es wird aber auch angenommen, dass eine osteuropäische Wildrebe, die in Donaunähe wuchs, der Ursprung ist. Der Name soll auf das lat. Wort ’silva‘, für Wald, deuten. Wieder andere verweisen auf eine genetische Analyse, dass der Silvaner auf eine natürliche Kreuzung der Sorten Traminer und Österreichisch-Weiss ( Heunisch) zurückgeführt werden kann. Dies erklärt auch das Synonym ‚Österreicher‘. Egal, der Silvaner ist ein rassiger Wein und bei gutem Ausbau sehr frisch und lecker.

Der Charakter des Silvaner wird sehr vom Standort und der Bodenschaffenheit geprägt. Auf Lehmböden wird der Silvaner oft neutral, dagegen entstehen auf Verwitterungsböden feine, elegante Weine.Vom Typ her ist der Silvaner eine Rebsorte, die zwar ein ausgeprägtes Fruchtspiel- mit leichter Säure – hat, für seinen exzellenten Terroir-Anzeiger – Geschmack des Bodens – aber besonders gelobt wird.

Eine feine Art, dem Silvaner einen besonderen Reiz zu geben, ist der lange Kontakt des Weines mit der Gärhefe. Dieses Verfahren – sur lie – darf in Deutschland nicht so genannt werden, aber der längere Kontakt mit der Hefe und den Schalen im Gärbehälter verleiht dem Wein ein komplexeres Aroma und eine größere Frische. Es kann auch ein ganz leichter Kohlensäuregehalt entstehen, der angenehm prickelt. Sie sollten ihren Winzer danach fragen, ob er dieses Verfahren anwendet, aber der Silvaner hat immer eine milde bis feinrassige Säure.

Die meist walzenförmige Traube ist selten geschultert, mittelgroß und mittel dichtbeerig bis kompakt. Die rundlichen Beeren sind mittelgroß und von grünlicher Farbe. Bei Überreife werden die braun gepunkteten Beeren gelbgrün. Die Schale der Beere ist mittelstark bis dick. Der Silvaner ist daher kaum empfindlich gegen die Rohfäule.

Die Trauben reifen Anfang bis Mitte Oktober. Sehr gute Qualitäten können mit alten Rebstöcken und einer ausreichenden Ertragsreduzierun erzielt werden. Verkosten Sie die guten Silvaner Ihres Winzers  und achten Sie bitte auf unsere Emfpehlungen zu den passenden, individuellen Gerichte..

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