Kerner

Pur Württemberg – echt schwäbisch – eine Züchtung durch den Rebzüchter August Herold, die bei der Außenstelle Lauffen am Neckar, der Stattlichen Lehr – und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau, mit dem Sitz in Weinsberg gelang.

1929 wurde roter Trollinger und weißer Riesling gekreuzt – eine  weiße Rebsorte entstand, zum Beginn sprach man vom weißen Herold. Erst später wurde die Rebsorte dem schwäbischen Dichter Justinus Kerner (1786-1862), der in Weinsberg gelebt hatte, gewidmet und in Kerner umbenannt. Kerner hat in allen deutschen Weinbaugebieten Bedeutung erlangt, besonders feinfruchtig wird der Kerner in Württemberg. Es sind ferner Anpflanzungen in Südtirol um Brixen, in der Schweiz und in Südafrika bekannt.

Ampelographische Sortenmerkmale sind u.a.: die mittelgroßen Blätter sind fünflappig und stark gebuchtet. Die Traube ist mittel bis groß. Die rundlichen Beeren sind mittel bis groß und von grünlicher Farbe. Die Schale der Beere ist dick. Das Aroma der Beere ist fein und verfügt über ein feines Sortenbukett. Der Kerner treibt relativ spät aus, dadurch entgeht er eventuellen späten Frühjahrsfrösten. Den Kerner zeichnet eine gute Winterfrosthärte aus. Der Kerner ist krankheitsanfällig und erfordert aufmerksame Pflege im Weinberg.

Die Weine ähneln dem Riesling, haben hohen natürlichen Zuckergehalt, gute Säure und teilweise einen leichten Muskatton. Die Sorte ist sicher eine der wertvollsten Neuzüchtungen und bringt teilweise sehr rassige Weine hervor.

Durch die von der Versuchsanstalt Weinsberg ins Leben gerufene  ‚Justinus K‘ – Sonderlinie soll die Wertigkeit dieser Sorte herausgestrichen werden. Die Marke ist an besondere Vorgaben im Weinberg und Keller geknüpt und kann überregional verwendet werden.

In der Pfalz und in Rheinhessen wird der Kerner als Massenwein angebaut. Der württembegische Kerner ist eine besondere Weinsorte, welche von einigen regionalen Winzern ausgesprochen typisch und sortenrein ausgebaut werden und daher eine sehr hohe Qualität erreichen und einfach toll munden.

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