Lebensqualität geht unwiederbringlich verloren

Über viele Dinge wird heftig diskutiert, sich aufgeregt und zerstritten, aber die wichtigen Dinge für unsere Lebensqualität in unserer unmittelbaren Region gehen verloren, weil sie für viele Menschen unbegreiflicher Weise nicht so wichtig sind!?!

Insgesamt gelten, nach der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen (GEH), etwa hundert Haustierrasen als bedroht, manche sogar als extrem gefährdet.

Der Landwirt Gerhard Vogel bekam 1999 für seinen Betrieb in Welzheim-Eberhardsweiler als erster in Baden-Württemberg  von der (GEH) den Titel Arche-Hof.

Seinen Hof bewirtschaftet er seit 1989 nach Bioland-Richtlinien, die auch artgerechte Haltung und Fütterung fordern. Als Arche Hof muß man mindestens drei bedrohte Haustierrasen halten, dies sind in Erberhardsweiler die BuntenBentheimer Schweine sowie die Limpurger und Angler Rinder. ´Die Landwirtschaft konzentriert sich heute darauf, zwei oder drei Hochleistungsrassen zu züchten, der Rest wird ins Aus gesteuert´, sagt Vogel.  Verstehen kann er das nicht. Im 19. Jahrhundert gab es allein in Bayern 35 Rinderrassen heute sind es noch etwa fünf. Das deutsche Waldschwein ist ausgestorben, das Angler-Sattelschwein, das in der Nachkriegszeit noch etwa 15 Prozent der Schweinebestände ausmachte, ist fast verschwunden.

´Ganze Generationen haben sich doch mit der Zucht beschäftigt, und nun lässt man dieses Kulturgut kaputtgehen.´

Haben die Verbraucher den Arche-Hof erst einmal entdeckt, schätzen sie genau diese Qualität und kommen von weit her. Der Absatz des Bauernhofes stimmt, und das liegt aus Sicht von Gerhard Vogel auch an einer veränderten Einstellung, die er bei seinen Kunden entdeckt: ´Sie möchten die biologische Vielfalt erhalten.´ Um die Verbraucher darauf aufmerksam zu machen, müssen sie sich etwas einfallen lassen. Die meisten Betriebe setzen wie der Biohof Vogel auf Direktvermarktung. Hier kann man den Mehrwert der Rasse transparent machen, die Qualität der Produkte erklären und erläutern, warum sie den Preis wert sind!.

Das Beispiel des Schwäbisch-Hällischen Landschwein zeigt, daß auch im großen Stil vermarktet werden kann. Die Fleischqualität ist in der MetroRegion Stuttgart in Feinkostgeschäften und in guten Restaurants bekannt und geschätzt.

´Viele Bauern schließen sich uns an, weil wir einen höheren Preis als den Marktpreis zahlen. Bei allem Idealismus brauchen die Bauern eben auch ein Einkommen´, sagt Rudolf Bühler, Vorsitzender der Bäuerlichen Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall (BESH).  Das gelingt  auch deswegen, weil die Erzeugergemeinschaft ohne Zwischenhändler arbeitet – und sich im oberen Preissegment etabliert hat. Bühler ist überzeugt, dass das Modell auch auf andere Rassen übertragbar ist.

Das denkt auch Gerhard Vogel. `Wir werben gerade verstärkt für den Limpurger Weideochsen, der mit seinem Fleisch höchste Anforderungen erfüllt´. Der Landwirt könnte sich gar vorstellen, dass seine Arche-Bewohner irgendwann die vermeintlichen Hochleistungsrassen retten. `Wenn diese immer mehr Probleme mit der Fruchtbarkeit oder der Gesundheit bekommen, könnten die Gene der Limpurger wichtig für die anderen Rassen werden`.

Ich finde hier wird von uns Verbrauchern viel zu wenig getan. Die Genussregion Stuttgart weist immer wieder darauf hin, daß für unsere Lebensqualität, Harmonie und Genuss und unsere Gesundheit, gute, ja beste Produkte wichtig  und unerläßlich sind.

Details habe ich einem Artikel der Stuttgarter Nachrichten vom 26.03.2012 entnommen. Was denken Sie über die Probleme der Hochleistungsrassen auf unser Ernährung, ich finde da sollten wir mehr prostestieren, denn es lohnt sich für unsere Gesundheit und Genuss zu kämpfen!

 

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