Regionale Produkte – Informationen für die Verbrauer

Viele Informationen werden in diesen Tagen auf der Grünen Woche 2013 in Berlin besprochen und behandelt. Ein besonderes Thema sind die Qualitäts- und Herkunftssiegel, welche wie Pilze aus der Erde schießen und nicht eindeutig zu identifizieren sind. Es sind meistens keine Qualitäts- sondern Marketingoffensiven. Es ist einfach so, Marketing hat meistens nicht mit Qualität der Produkte zu tun, es dient einfach nur zum Anpreisen.

`Wir achten zunehmend auf die Qualität; die Menschen in Deutschland essen und trinken gerne´, sagte die Kanzlerin zu Beginn ihrer Häppchentour bei der Grünen Woche. Damit wird das eigentliche Thema angesprochen. Das heißt: Die Menschen legen mehr Wert darauf, dass Tiere artgerecht gehalten werden, dass die Lebensmittel aus ihrer Region kommen und nicht über Tausende von Kilometern angekarrt werden und diese Marktmacht spielen die Verbraucher zusehends aus.

Die Lebensmittelindustrie spürt das und hat darauf reagiert. Daher kommen immer mehr Siegel und Labels auf den Markt, die gehobene Qualität dokumentieren sollen. Aus Verbrauchersicht wird der Siegel-Gebrauch langsam inflationär – Siegeleritis – und verwirrend und wenn sich dann noch die Politik einschaltet, wird es noch schlimmer. Dann wird gestritten und noch mehr undurchsichtiges eingearbeitet um ja auch jeder Lebensmittelindustrie-Lobby auch wirklich gerecht zu werden.  Nach Überzeugung vieler deutscher Verbraucherschützer handelt es sich um reine Mogelpackungen, wenn Politiker mit Siegeln ankommen und jeder Verbraucher hat dies schon selber gespürt, aber es wird nicht unterlassen, es ist traurig.

Als Beispiel, wie schwierig Siegel-Standards und die Durchführung und Einhaltung der Richtlinien sind, weise ich auf das Tierschutz-Label in Deutschland hin. In der Einstiegsphase sind bei Schweinen das Kupieren von Ringelschwänzen und das Schneiden ihrer Zähne sowie die betäubungslose Kastration von Ferkeln verboten, mir war nicht bewußt, dass dies mit den Tieren in der Haltung gemacht wird! – Die permanente Verschärfung von Tierschutz-Bestimmungen ist durchaus eine Gradwanderung – man kann vieles fordern beim Tierschutz -. Vieles sei aus Sicht des Tierwohles auch sinnvoll. Nur: `Es muss auch wirtschaftlich möglich sein. Das Familieneinkommen der betroffenen Landwirte und Metzger muss gesichert sein´. Allein nur für die 50 bis 60 Millionen Mastschweine, die in deutschen Ställen stehen, sei mit Mehrkosten von einer halben Milliarde Euro zu rechnen. Geringe Kosten, maximaler Gewinn! Ich habe aus dem Artikel – Die Seite Drei – der Stuttgarter Nachrichten von Sa. 19.01.2013- Etiketten und Schwindel – zitiert.

Mir ist es einfach wichtig, immer wieder auf unsere Produkte aus der Genussregion Stuttgart aufmerksam zu machen. Ich bearbeite gerade mit meinem Team die Neuauflage der Kulinarischen Entdeckungsreise des UMSCHAU Verlages und sehe sehr viel. Ich mache auf unsere Seiten und die verschiedenen, erwähnenswerten Lieferanten und deren Produkte aufmerksam, denn nur die heimischen Produkte geben uns Lebensqualität, Harmonie und Genuss und schmecken auch noch besser.

Gerne höre ich von Ihnen und freue mich Ihre vielen Anregungen.

 

Ein Kommentar

  1. Erstellt am 18. Februar 2013 um 18:14 | Permanent-Link

    danke für die freundschaftsanfrage! wir sind auf einer wellenlänge! jedoch meine ich bei ihnen noch mehr vertrauensvorschuß gegenüber der politik „rauszuhören“. Da bin ich mittlerweile wesentlich mehr desillusioniert! tendiere so langsam in die rubrik „menschenhasser“ – hahahaha. In den Themen Genuss, Schmeck den Süden, Genießerland, Plenum, Kreisämter für nachhaltigkeit, Ministerium für Landwirtschaft und verbraucherschutz, BMELV, MBW mit 3-Löwen, ….. – Was? -opportune Faulenzer und Sonntagsredner! Es werden nun regionale Lebensmittel propagiert, die es nur bei Direktvermarktern gibt, die -da bin ich bei ihnen und auch den Themen der Grünen Woche -einen überprüfbaren Kriterienkatalog benötigen. Das Hauptproblem ist das die meisten „Entwickler von Rahmenbedingunngen, i.d.R QM-Systeme entwickeln unnd präsentationen produzieren – keine Ahnung davon haben wie die Direktvermarkter und subventionierten Produzenten tatsächlich ticken und auch keine Ahnung vom „Kartoffeln häufeln“ haben. Es gibt immer mehr Opportunisten im Regionalbusiness! Die rauszufiltern ist die Kunst. Zum Beispiel den Schlehensaftproduzenten – subventioniert nach EU Förderrichtlinie – was find ich , seh ich bei dem im Altpapier? – Papiersäcke mit kyrillischer Schrift. in einem kurzen Moment hab ich genauer hingeschaut und was wars? TK Schlehen aus der Ukraine!! Puuh!!! Hierzu bedarf es Kenntnisse in der Produktion, Veredelung und Menschenkenntnis um opportune Regionalproduzenten gegenüber denen, die ernsthaft außergewöhnlich ehrliche Produkte produzieren und anbieten, auszufiltern. Um jedoch generell Nachhaltigkeit und regionale Wertschöpfungsketten implementieren zu können, bedarf es einer permanenten Marktteilnahme. Dies können die Hofläden nicht darstellen – es bedarf einer Wiederverkäufer-Struktur. Bis hierhin hat keiner der Beamten, Angestellten, Diplomanden und Praktikanten der o.g. Institutionen der Landräte etc. gedacht weil sie sich den Schuh nicht anziehen wollen – sie kreieren lieber mit der Marketingabteilunng von Edeka Südwest ne neue Regionalmarke: z.B die Heimat-produkte. und man glaubt es kaum die topverbände sind mit an bord – Demeter und Bioland! Also „Regionalprodukte“ unter dem Namen „Heimat“ bei Edeka, gleich neben Monsanto, Kraft und Nestle – wenn das keine Steigerung der Wertigkeit und der Nachhaltigkeit ist was denn dann!(ironie!) Sicher nicht wenn einer hergeht und mit Idealismus und eigenen mittel den regionalen Manufakturbetrieben ne Plattform in der Stadt bietet und über Beratung – echte Beratung mit Hintergrundinformationen, der Philosophie der regionalen Wertschöpfung, die Produkte aus BaWü dem schlecht informierten städtischen Publikum näherbringt und dafür strahlende Gesichter erntet, die sich freuen über die neugewonnenen Informationen – sei es Biodiversität oder Anbaumethoden etc – vor allem aber ein Mehr an Identität! Das ist eigentlich der Punkt und sollte im Interesse der o.g. Institutionen liegen. Wenn wir schon in ner gegend leben, die mit so ner biodiversität gesegnet ist sollte dies über eine verteilung dem mainstream zugänglich gemacht werden. als effekt könnte man eine steigerunng der identifikation mit der region selbst messen. eine steigerung der identifikation bewirkt dann auch eine steigerung der produktivität! bequemer ist es mit edeka südwest. fakt bei mir ist: ich suche support bei den o.g. Akteuren um ein regionalwarenhaus mit ner saftigen fixkostenstruktur in ner süddeutschen großstadt am leben zu halten (mir geht die luft aus in der anlaufphase!-leider) und die ducken sich weg! haben keine töpfe aus denen sie sich bedienen können und speziell in bawü – unter grün-rot – sagt das landwirtschaftsministerium – bei uns ist alles top – wir haben das 3löwen zeichen und sind sowieso die besten! die aktuelle bmelv kampagne mit edeka und den heimat artikeln geht an den institutionen bawüs vorbei! sie wollen das beobachten! kurzum auch das aktuelle pferdefleischthema mit den einhergehenden rufen nach mehr regionalen produkten mit kurzen wegen wird schnell wieder verstummen. es besteht kein politischer wille den verbrauchern systematisch zugang zu ehrlichen lebensmitteln zu gewähren. denn hierzu braucht man ein wiederverkäufer-netz. dazu wiederum margen der produzenten, die es erlauben in den innenstädten und den entsprechenden fixkosten als wiederverkäufer überleben zu können. oder eben ein sponsorenprogramm oder subventionen. stirbt das regionalwarenhaus albkontor wird sich hier in Reutlingen nicht nochmal einer finden lassen, der regionalität in der innenstadt vertritt und somit permanent ein Fenster der Region darstellt ( möchte nicht Regionalfenster benützen) somit identitätsstiftend und regional ist. So what! … jetzt hab ich doch zuviel geschrieben – seis drum -bunte grüße und buy local!

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